Gewaesseranalyse 28.06.2008

2.Gewässer-Gutachten - Fuchsbau NO
Im Auftrag vom Kreisfischereiverein Ingolstadt/mit Rudi und Inge Schweller
28.06.08
Samstag, 10.00 Uhr am Fuchsbau NO-See. Wetter gut, windig, warm, sonnig und wolkig
Rudi Schweller vom KFV machte es für uns noch einmal möglich, dieses wunderschöne, verbotene Wasser tauchend mit prüfendem Blick zu betrachten. Gefahndet wurde diesmal nach „ganz kleinen Viecherln“, den fraglichen Muscheln, den noch fraglicheren Krebsen, für Fische allzu steiler Hänge (??) und allem bisher Unsichtbarem. Obwohl keiner mehr an Sicht-
weiten von 10m glaubte, wurde die Mission mit (Wasser-)Eifer angenommen. Rudi baute das gewohnte Freilandlabor mit dem gesamten Equiptment von Döschen, Gläschen, Eimerchen, Schüsseln, Lupen und Lupengläsern, Bestimmungsbüchern, Taschen Netzen und wahrscheinlich noch vielem mehr, auf.
Für uns alle unverzichtbar an seiner Seite, seine Frau Inge – zuständig für Assistenz, Rat, Tat, Kritik, Lob und offene Fragen auf der Suche nach der „richtigen Beurteilung“.
Die Froschfrauen und –männer legten unterdessen gummi-
quietschend, metallklappernd und zischend ihre Ausrüstung an, stiegen, neoprenduftend mit Netzen und Kameras behangen, ins geliebte Nass und waren für mindestens 45 Minuten verschwunden. In dieser „staden Zeit“ machte sich Rudi leise in Gummihosen mit Käschern bewaffnet auf die Suche nach diversem Unbekanntem…
Alle kamen dann, wie gewohnt, gleichzeitig aus dem Wasser und bombardierten Rudi - der versuchte gelassen am Labortisch seine Notizen zu machen - mit allem Erlebtem, Gesehenem, Gefundenem und Nichterkanntem. Inmitten von patschnassen Tauchern, Kindern und Erwachsenen analysierte Rudi am Labortisch routiniert die mitgebrachten Klein- und Großteile pflanzlicher, tierischer und mülliger Art. Und
es gab Überraschungen: die offenen Fragen nach dem Vorhandensein von Muscheln und Krebsen konnten anhand von mitgebrachter „Beute“ geklärt werden. Der Star unter dem tierischen Allerlei war allerdings der Bachflohkrebs. Alle lauschten interessiert Rudis Erklärungen über dessen Lebensweise. Interessant auch der Grund des Problems zu steiler Randbereiche für Fische: einige Fischarten benötigen flache Laichzonen. Deren Reproduktion ist in Gewässern mit zu steilen Ufern und fehlenden Flachbereichen sehr fraglich.
Die Taucher berichteten von Sichtweiten um die 3m, Temperatur 9-12 °C. Fast alle sahen Krebse und Muscheln, Sonnenbarsche, Rotfedern und Hechte. Von einigen Wenigen ließ sich sogar ein Waller betrachten. Und die „ganz kleinen Viecherl“ : Wassermilben in Rot bzw. Weiß haben ebenfalls alle gesehen.
Allein die Beurteilung des Sees durch die Taucher fiel hervorragend aus – wenn auch dieses Gewässer nun durch ein paar Bleistücke reicher geworden ist…
Mit dabei waren: Helga Schenkl; Karin Ismann mit Brian und Sepp; Markus Urzinger; Ruth, Rebecca, Ramona und Fritz Nagel; Tom Partzsch; Stefan Oberfellner;
Von Helga Schenkl, Juni 2008