Eistauchen im Pullinger Weiher

05. Januar 2009 – Pullinger Weiher - -6 C°
Überall auf heimischen Seen machten sich nach einigen, strengen Nachtfrösten die Eissportler breit. Jetzt war EISTAUCHEN angesagt. Ziel: Der Pullinger Weiher, der tief genug war, um das Eis von unten in aller Ruhe betrachten zu können, ohne Sediment aufzuwirbeln.
Die Tauchschule Mehrer aus Wartenberg (ITC-Ehrenmitglied Wolfgang Mehrer) erklärte sich bereit, uns das Tauchen unter dem Eis mit allen Vorbereitungen und Sicherungen zu ermöglichen.
Alles war perfekt organisiert – nur, in Pulling fehlte das Eis! Unglaublich!. Ein dünnes Eisdeckchen hatte gerade mal die Seemitte erobert. Das abenteuerliche Procedere mit Eisloch und beschwerlichem Ein- und Ausstieg war uns also nicht gegönnt. Wir mussten von Land aus tauchen und das Eis suchen!
Vom Ufer durch Leinen gesichert begann die strickbehinderte Peilung Richtung Eis.
Für die 3 Naßtaucher war nach 25 Minuten temperaturbedingt der Tauchgang zu Ende. Die mit „Trocki’s“ Gesegneten konnten sich gelassen 40 Minuten geben.
Einmal aus dem Wasser begann der eigentliche Härtetest:
Raus aus den nassen, nach und nach gefrierenden Anzügen – mit eisigen, immer mehr gefühllosen Händen und Füßen, während die Haare Eiszapfen bilden.
Teilnahmsvolle Hilfe der „Trockies“ machte es dann überhaupt noch möglich, Schuhe zu binden, Reißverschlüsse zu schließen und etwas Warmes zu sich zu nehmen.
Während sich die Nasstaucher mit heißem Tee versuchten zu erwärmen wurden sie Zeugen der Praktik: „Sicherheitsvorkehrungen bei Verdacht auf ev. plötzlich auftretender Inkontinenz“ (siehe bildliche Demo!).
Von 8 Eistauchern genossen 5 einen Trocki, 3 mussten bitter frieren!
Insgesamt war es für Alle ein tolles Erlebnis - und falls der Winter uns weiter viel Eis beschert, hoffen wir, doch noch einmal durch ein „Eisloch“ schlüpfen zu können.
Mit dabei waren:
Wolfgang und Michael Mehrer; Christian; Rudi Drantig; Hans Schlecht; Helmut Maier; Tom Partzsch; Roland Wutz; Helga Schenkl